Zwölf Mitarbeiter des Universitätsklinikums Radboudumc in Nimwegen im Osten der Niederlande wurden für sechs Wochen unter vorbeugende Quarantäne gestellt, nachdem sie bei der Versorgung eines infizierten Patienten, der von dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius kam, möglicherweise dem Hantavirus ausgesetzt waren.
Wie das Krankenhaus am Dienstag (12.05.2026) mitteilte, kam es bei der Versorgung eines Patienten, der am vergangenen Donnerstag von der Hondius eingeliefert worden war, zu zwei Zwischenfällen im Zusammenhang mit dem Umgang mit biologischen Proben.
Zum einen wurde das dem Patienten entnommene Blut nach dem Standardprotokoll verarbeitet, obwohl es aufgrund der Beschaffenheit des Virus unter strengeren Biosicherheitsmaßnahmen hätte behandelt werden müssen. Zudem stellte sich am Samstag heraus, dass bei der Entsorgung des Urins des Patienten die neuesten internationalen Standards nicht angewendet worden waren, die ebenfalls verschärfte Verfahren vorschreiben.
Obwohl das Radboudumc betonte, dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit „sehr gering“ sei, beschloss es, als Vorsichtsmaßnahme eine präventive Quarantäne für die zwölf betroffenen Mitarbeiter zu verhängen.
Die Vorsitzende des Krankenhausvorstands, Bertine Lahuis, bedauerte den Vorfall und versicherte, dass das Zentrum den Vorfall „sorgfältig“ untersuchen werde, um eine Wiederholung in Zukunft zu verhindern.
„Diese Maßnahmen haben große Auswirkungen auf alle Beteiligten. Wir bedauern, dass dies in unserem Universitätsklinikum geschehen ist“, erklärte Lahuis, die auch das Engagement des medizinischen Personals hervorhob, das an der Versorgung des infizierten Patienten beteiligt war. Das Radboudumc fügte hinzu, dass das Krankenhaus weiterhin bereit sei, bei Bedarf neue Patienten aufzunehmen.
Quelle: Agenturen




